Jointed Lures
Jointed Lures – Gliederköder
Jointed Lures oder Gliederköder bestehen aus zwei oder mehr beweglich verbundenen Segmenten. Ihre Aktion entsteht nicht an einer Tauchschaufel, sondern dort, wo die Glieder gegeneinander laufen: Beim Einholen schlängelt sich der Köder Segment für Segment durchs Wasser und zeichnet eine S-förmige Spur, wie sie ein starrer Köder nicht erzeugt.
Der entscheidende Vorteil liegt in der langsamen Führung. Ein Wobbler hört auf zu arbeiten, wenn man ihn zu langsam einholt – ein Gliederköder läuft schon bei minimalem Zug weiter. Damit ist er die richtige Wahl bei kaltem Wasser, trägen Fischen und an stark beangelten Gewässern, wo die Räuber schnelle Köder längst kennen.
Zur Familie gehören Swimbaits mit ausgeprägtem Fischprofil und oft weichem Schwanzteil, Glide Baits mit zwei großen Segmenten für den seitlichen Ausbruch auf Rutenschläge, Line-Thru-Modelle für den sicheren Drill sowie kleine gegliederte Barschköder. Geführt werden sie gleichmäßig und ruhig, mit Pausen zum Absinken; die Bisse kommen meist beim Wiederanlaufen.
Ab etwa 15 cm Länge gehören eine Rute mit Rückgrat und kräftiges Geflecht dazu, am Hechtplatz zusätzlich ein weich laufendes Stahl- oder Titanvorfach, das die Aktion nicht dämpft. Die beste Zeit für Gliederköder sind Spätherbst und Winter sowie der Frühsommer über Krautfeldern.